Matinee-Konzert der Superlative

Matinee-Konzert der Superlative

Zwei Chöre und ein Orchester faszinieren mit Klängen aus der Welt der Klassik und der Musicals "Von Wien bis an den Broadway".
Die Chorgemeinschaft Cäcilia Zündorf gastiert in der Kölner Philharmonie

Der Sonntagmorgen steht in der Kölner Philharmonie ganz im Zeichen eines Matinee-Konzerts der Superlative.

Ein perfektes musikalisches Zusammenspiel mit Einhundert Chorsängern beweisen dabei die Chorgemeinschaft Cäcilia Zündorf, die mit etwa 60 Sängern vertreten ist, sowie der Concert-Chor Concordia Hürth.

Die Musik spielt die mit mehr als zwanzig Musikern bestückte Sächsische Bläserphilharmonie als Deutschland einziges Kulturorchester, das an diesem Vormittag in sinfonischer Bläserbesetzung auftritt. Die Gesamtleitung für das umfangreiche Konzert liegt dabei bei Dirigent Christian Letschert-Larsson, der auch beide Chöre leitet.


Auf dem Programm stehen Variationen aus den großen Werken der musikalischen Epochen der Musik: So etwa von Wolfgang Amadeus Mozart "Die Zauberflöte" und Giuseppe Verdis "Aida". Auch Auszüge aus der "Gefangenenchor / Nabucco" sowie "La Traviata" füllen den ersten Teil des Konzertes, zudem mit der "Singschule" und "Zar und Zimmermann" Stücke von Albert Lortzing.


So perfekt wie die gespielten und gesungenen Stücke sind, so perfekt und auf hohem Niveau zeigt sich auch Solistin Cecilia Nanneson. Sie ist extra aus Stockholm zum Konzert eingeflogen. Die studierte Sängerin wird von Christoph Scheeben aus Köln unterstützt. Der ebenfalls studierte Sänger und Opernsolist als Bass-Bariton begeistert die rund 2000 Zuschauer im Saal zusammen mit Nanneson.

Kontrastreich und mit einer neuen musikalischen Stilrichtung geht es nach der Pause weiter - dann steht mehr Neuzeitliches auf dem Programm. Auftakt sind Stücke von Leonard Bernsteins "West Side Story", darunter "America", "Pretty", sowie "Tonight", und von Andrew Lloyd Webber mit "Phantom der Oper" oder auch "My Fair Lady". Zudem präsentieren Chor und Orchester "Ich hätt getanzt" von Frederick Loewe.

Das Galakonzert endet mit Stücken von Harold Arien mit "Somewhere Over The Rainbow", dem "Kellner Galopp" und "Hello Dolly" von Jerry Herman.

Das Publikum attestiert der Veranstaltung offenbar Begeisterung. Keinen Zweifel daran gab der mehrere Minuten dauernde Applaus der etwa 2000 Gäste.

"Die Lieder zum heutigen Galakonzert sucht der Chorleiter aus und es ist immer eine gemeinsame Sache, wobei der Chor ein Mitspracherecht hat", erklärt die Vorsitzende.

Auch neue Sänger sind im Chor immer willkommen. Derzeit sind sogenannte Projektsänger dabei, die speziell für Konzerte einsteigen aber im Nachgang auch oftmals übernommen werden. Wichtig sei, dass die Stimmen im Chor gleichmäßig besetzt werden. Nicht nur Zündorfer Stimmen sind dabei. Auch aus Ensen, Langel, Rath-Heumar, Wahn und Lülsdorf hat Cäcilia Mitglieder.

Das jüngste Mitglied ist 15 Jahre und das älteste sei 80 Jahre alt, so Kuhn. Sie sei stolz auf ihren Verein, der ohne Förderung der Großindustrie auskomme, erklärt Kuhn. Dies habe eine lange Tradition, so wie auch die Konzerte in der Philharmonie.
aus: unserort.de, 26.10.2018, Text und Fotos: Robert Schmiegelt
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