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Chorgemeinschaft Cäcilia Zündorf singt ,,Das Lied von der Glocke"

Kurz nach Gründung der Chorgemeinschaft Cäcilia Zündorf kam ,,Das Lied von der Glocke" schon zur Aufführung. Nun gab es 30 Jahre später ein Wiederhören des Gedichts von Friedrich Schiller, das Andreas Romberg (1767-1821) vertont hat.
Die Strophen des Glockenmeisters sind einem Bass zugewiesen; die übrigen Solisten und der Chor schildern die Szenen, die den Lebensweg
des Menschen von der Taufe bis zum Tod illustrieren. Unter der Leitung von Christian Letschert-Larsson gelang in der Philharmonie eine sehr lebendige Darstellung des selten zu hörenden klingenden Zitatenschatzes, an der neben dem gut vorbereiteten Chor auch die feinfühlig agierende Kammerphilharmonie Rhein-Erft und vier junge Solisten ihren Anteil hatten.
Christoph Scheeben bewährte sich mit sonorer Bassstimme und präziser Artikulation eindrucksvoll in der Rolle des Meisters, der in einem immer wieder variierten Leitmotiv die Herstellung der Glocke beschreibt. Agnes Lipka erfreute mit lichtem Sopran; Sibylla Maria Löbbert brache ihre warme Altstimme zu schöner Wirkung. Über Strahlkraft verfügt der junge Tenor Tae Jun Sun; Benjamin Heinen vervollständigte das Quartett mit flexibler Bassstimme. Die groß besetzte Chorgemeinschaft war mit Lust und Laune bei der Sache und widmete sich mit Hingabe der gefälligen Musik.
Die Kammerphilharmonie Rhein-Erft hatte bereits bei Mendelssohn-Bartholdys ,,Hebriden-Ouvertüre" ein packendes Landschaftsbild voll feiner Klangfarben gezeichnet; die Chorgemeinschaft Cäcilia Zündorf hatte der Choralkantate ,,Verleih uns Frieden" und der Hymne ,,Hör mein Bitten" angemessene Feierlichkeit verliehen. (sty)


Kölnische Rundschau vom 27.10.2015
07.11.2015 · Aus der Presse
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